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        Auf fünf großen transluzenten geriffelten Scheiben erscheint ein Spiel von leuchtenden Farben in unendlichen Kompositionen. Der gedankliche Ausgangspunkt im malerischen Werk der Bremer Künstlerin Barbara Rosengarth sind Faltungen, die sie mit "Pli" (lateinisch für Falte) und einer fortlaufenden Nummer im Titel ihrer Arbeiten benennt, betonte die Kuratorin. In den geometrischen Mustern bringen die Falten, die zu Linien geworden sind, Bewegung und Abwechslung in deren bestehenden Fortlauf – bis hin zu Irritationen. "Sie fordern geradezu zum genaueren Hinsehen heraus. Für mich sind sie gleichsam Horizonte, hinter denen etwas sich dem Blick entzieht oder auftaucht", erklärte Rodenberg. Bei aller Systematik und Genauigkeit bleibt durch den Duktus der Hand, durch lasierend aufgetragene Farben, der malerische Klang in Rosengarths Bildern erhalten. Für den zweiten Gasometer auf dem Museumsgelände hat Rosengarth eine auf den Raum bezogene Installation aus bedruckten Tapes konzipiert.
Rosa M. Hesslings Arbeiten verbergen zunächst auf feinsinnige Weise nicht Vorhersehbares, machte die Kuratorin deutlich. Das Überraschende in ihren Bildern besteht darin, dass sie sich verwandeln und sich auf einmal wie in einem neuen andersfarbigen Kleid zeigen. "Ausgelöst wird dieses Phänomen über ihren speziellen Pigment- und Lackauftrag auf verschiedenen Bildträgern, durch wechselnde Lichtintensität und durch den Betrachter selbst", sagte Rodenberg. Sobald sich seine Wahrnehmung schrittweise sensibilisiert, entfalten die Gemälde ihre ganze Strahlkraft.
Später, im Zwielicht, wenn alles Umgebende bereits ins Dunkle übergeht, wird das Tafelbild zum vor der Wand schwebenden Lichtobjekt. Rosa M. Hessling lebt in Zell/Mosel. Für den Idea-Kunstverein bedankte sich Annette Blum bei den Frauen und überreichte Blumen. Auch Bürgermeister Benjamin Tschesnok dankte den Künstlerinnen für die wunderbare Ausstellung und überreichte ein Präsent. Die Ausstellung "Color ... Motion" ist Teil des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda und wird
gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Die aufwendigen Installationsarbeiten werden nanziell vom Idea-Kunstverein Hünfeld unterstützt. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo "Sunny Vibes" mit Pia-Maria Sauer und Wolfgang Harling. Der Förderverein des Museums Modern Art kümmerte sich um die Bewirtung.
Nach dem oziellen Teil der Vernissage machten sich die Gäste auf Entdeckungsreise im Hauptgebäude und den Gasometern und nutzten die Gelegenheit, mit den Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen. Ausstellung Die Ausstellung "Color ... Motion" der Künstlerinnen Christiane Grimm, Rosa M. Hessling und Barbara Rosengarth ist bis Sonntag, 26. September, im Museum Modern Art in Hünfeld zu sehen. Die Öffnungszeiten: donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Beim Besuch des Museums gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln. Weitere Infos unter www.museum-modern.art, per Telefon unter der Telefonrufnummer 06652-72433 oder per E-Mail museum-modern-art@huenfeld.de (pm) +++
Der Kultursommer Main-Kinzig-Fulda wird vom Main-Kinzig-Kreis und Landkreis Fulda getragen.
Kontakt: Andrea Sandow · c/o Main-Kinzig-Kreis · Barbarossastraße 24 · 63571 Gelnhausen · Telefon 06051 8514218 Birgit Büttner · c/o vhs Landkreis Fulda · Wörthstraße 15 · 36037 Fulda · Telefon 0661 60061640
2021_06_17 Osthessen News/Teil 2
      

























































































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